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NEWS - München Marathon 2008

Muenchen Marathon Start


Mein Traum wird wahr (I): Letzte Woche vor Tag X


Jeder Marathon ist ein Highlight - der in der eigenen Heimatstadt ganz besonders. Die Vorbereitung ist minutiös und scheint kein Ende zu nehmen. Die eigene Nervosität steigt mit jedem Tag.


Muenchen Marathon vor dem Start

Der Marathon ist etwas Besonderes und dabei spielt es keine Rolle, wie viele man davon bereits gelaufen ist. Bei mir war es der Neunte und ein echtes Highlight meiner Läuferkarriere; nicht nur weil es der 1. Marathon in meiner Heimatstadt war. Weil der letzte Sonntag ein besonderes Erlebnis war, möchte ich hier von meinen München Marathon Impressionen 2008 berichten.

So ein Marathon beginnt nicht erst mit dem Startschuss sondern schon Wochen zuvor. Ein schier endlos lange Zeit trainierte ich für diesen 12. Oktober 2008. Dieser Tag sollte MEIN Saisonhöhepunkt werden.

Egal welches Rennen im Vorfeld zum Tag X anstand, es war eben nur EIN Lauf und nicht DER Lauf. In meiner Vorbereitung habe ich viele Läufe bestritten. Dachau, Karlsfeld, Gröbenzell, Anzing alles 10er um schnell zu werden und in Form zu kommen. Diese Rennen sind einfach, dienen sie ja nur dem Formaufbau und Nervosität ist noch nicht wirklich ein Problem.

Aber dann, wenn der Marathon näher und näher rückt geht es los. Ich dachte plötzlich über Kleinigkeiten nach. Was soll ich in der letzten Woche essen, welche Getränke und Gels nehme ich mit auf die Strecke, wie schnell soll ich angehen, und, und, und.

Nachdem meine Marathonverpflegung eingekauft und mein Marathonfahrplan aufgestellt war, konnte es eigentlich losgehen. Nur da waren noch diese letzten Tage vor dem Tag, die einfach nicht vergehen wollten. Ich sagte mir: „Nun nur nichts falsch machen! Du hast zuviel Zeit investiert.“ Und „Ruhe bewahren“. Leichter gesagt als getan.

Am Samstag war dann endlich Marathonmesse. Hier nur kurz die Startunterlagen abholen und kurz bei zwei Freunden Hallo sagen. Bloß nicht zu lange rum laufen, und den Versuchungen der vielen Stände mit Laufklamotten und super-leichten neuen Turnschuhen erliegen. Auf so einer Messe kann man sich am vorletzten Tag auch noch müde laufen. Gott sei Dank war ich stark genug und habe den Super-Sonderangeboten widerstanden.  Nur 45 min. Marathonmesse – ein neuer Rekord.

Von der Messe ging es direkt zum Italiener. Private Nudelparty mit lecker Pesto-Spaghetti anstelle der Pastaparty auf der Messe. Kohlenhydrate, ich liebe Euch und bitte bleibt morgen im Rennen möglichst lange in meinem Körper. Auf diese Fettverbrennung stehe ich nämlich gar nicht.

Die schlimmste Zeit begann dann. Der Abend vor dem Marathon ist schrecklich. Was soll ich nur mit mir anfangen? Die Sachen für den nächsten Tag sind bereits gepackt, die Pasta verzehrt und man kann ohnehin kaum noch etwas sinnvolles machen vor lauter Nervosität. Also hieß es warten und die Zeit tot schlagen.

Der Abend verging irgendwie, und ich konnte sogar relativ gut einschlafen, ein Novum vor einem Marathon. Um 7 Uhr klingelte der Wecker. Mein erster Blick nach dem Aufstehen galt dem Thermometer. Bereits 7 Grad – verdammt warm. Du kannst alles in der Vorbereitung richtig machen, wenn es am Renntag 20 Grad warm ist, wird es sehr hart.

Ich nahm ein kleines Frühstück Honigsemmel und Banane zu mir, präparierte meinen Körper mit Pflastern, Vaseline & Co. und kurz vor 9 Uhr ging es zum Cafe Schwabing. Dort warteten meine zwei treuen Helfer, Britta und Christian, die mir für den Rest des Tages nicht mehr von der Seite weichen sollten. Gemeinsam radelten wir zum Start an der Ackermannstraße.

Bereits auf dem Weg dorthin sahen wir zahlreiche Marathonis, zu erkennen an ihren chicen pinkfarbenen München-Marathon-Tüten. Und am Start war auch schon Trubel. Kurz noch etwas eingelaufen und herrje. Was ist nur mit meinen Beinen los? Die fühlen sich heute morgen aber nicht besonders toll an. Jetzt nur nicht die Nerven verlieren.

Nach einer kurzen Verabschiedung von meinem Betreuer-Duo ging es zur Startlinie. Der München-Hero Wertung sei Dank direkt in die 1. Reihe. Nun sind es nur noch Sekunden bis es knallt. Und dann Peng – es geht los, endlich!   --- to be continued ---