Es gibt viele gute Ausreden im Winter nicht zu laufen. Das Wetter ist so schlecht, die Wege zu eisig, es ist gefährlich bei Minustemperaturen kalte Luft einzuatmen. Das größte Hindernis von allen ist der eigene innere Schweinehund, der im Sommer nur ein kleiner Rauhaardackels ist, im Winter jedoch zum gefährlichen Pitbull mutiert.
Niemand sagt, dass es einfach ist und leider gibt es keine Tabletten oder Pülverchen, mit denen man den eigenen Pitbull zum Schweigen bringen kann. Da müssen wir selbst ran und Mann oder Frau sind gefragt. Einen echten Läufer erkennt man daran, dass er / sie nicht nur kurze Hosen im Schrank liegen hat sondern auch ein paar lange Winter Tights und diese nicht ausschließlich der Wertanlage für die Altersvorsorge dienen.
Im gestrigen RUNNING Company Lauftraining, an einem grauen Sonntag Morgen bei minus 2 Grad, haben acht wackere LäuferInnen bewiesen, dass sie hart im nehmen sind und ein endloser Winter, sie lange nicht von der schönsten Sache der Welt abhalten kann.
Pünktlich um 9.00 Uhr ging es an der Isar in Richtung Süden los. Einem kurzen Warmlaufen folgte leichtes Stretching, das wir wirklich sehr kurz gehalten haben, da der Wind pfiff und auch wir Menschen aus Fleisch und Blut sind. Und dann ging es auch schon richtig los.
Auf dem Programm unseres Lauftrainings standen Doppelrunden um den Hinterbrühler See. Die Strecke ca. 2,5 km lang, teilweise vereist und glatt, eine echte Winterlaufherausforderung . In unserer Trainingsgruppe waren an diesem Sonntag wieder alle Leistungsklassen vertreten: Heidi im ersten Gruppentraining nach überstandener Erkältung, Wenke als anstehende Marathon Aspirantin im April in der heißen Phase ihrer Marathon Vorbereitung, Bernd mit dem letzten intensiven Training vor der neuen Halbmarathon Bestzeit nächste Woche beim Forstenrieder Volkslauf oder Franziska, als Laufwiedereinsteigerin nach fünf Monaten Winterschlaf in ihrem ersten RUNNING Company Lauftraining.
Das Lauftempo war natürlich von Läufer zu Läuferin unterschiedlich. In Abhängigkeit vom individuellen Fitnesszustand und persönlichen Laufziel variierte die Laufgeschwindigkeit. Ein Motto gilt dabei immer im RUNNING Company Training: Individuelles Lauftraining für alle!
Wenke hat sich bei ihren vier Läufen richtig ausgepowert, Wolfgang hat dabei für sie die Lokomotive gespielt und hatte am Ende noch Reserven. Heidi und Franziska haben ein paar lockere Runden um den See gedreht und Bernd + Philipp haben ein perfektes Laufpaar gebildet und im GA2-Bereich trainiert. Niklas war Tagesschnellster und ziemlich nah am persönlichen Limit; kein Wunder denn Trainerin Bianca Meyer hat ihn in diesem Training auch richtig gefordert.
Wieso man am Sonntagmorgen um 9.00 Uhr überhaupt um einen See rennen muss?
Weil es ein unbeschreiblich schönes Gefühl ist, wenn der letzte Lauf geschafft ist, die Oberschenkel noch leicht brennen und die Glückshormone langsam das Läuferherz erreichen. Später folgt noch eine tiefe innere Selbstzufriedenheit unter der heißen Dusche. Das späte Frühstück oder das frühe Mittagessen schmecken dann doppelt gut, denn wir haben schon jede Menge Kalorien verbrannt. Last but not least, die wahrscheinlich wichtigste Zutat – viel Spaß beim gemeinsamen Lauftraining erleben. Oder sehen so unglückliche LäuferInnen aus (siehe Fotos rechts)?
Für alle jene Läufer, die ihren Winter Pitbull noch nicht in den Griff bekommen haben besteht auch Hoffnung. Wir haben bereits März und der Frühling lässt bestimmt nicht mehr lange auf sich warten. Für viele RUNNING Company Läufer beginnt er bereits in der letzten Märzwoche im Toskana Laufcamp, für alle anderen hoffentlich im April oder spätestens im Mai. Dann wird aus dem wilden Winter Pitbull wieder ein zahmer Frühjahrs Rauhaardackel und die Laufschuhe bekommen endlich wieder ihren verdienten Auslauf.
Wenn auch Sie dann nicht länger alleine laufen wollen sondern Spaß in der Gruppe erleben möchten, dann kommen Sie zu einem unverbindlichen RUNNING Company Probetraining. Denn wenn Sie erst einmal angefangen haben, halten wir Sie am laufen; denn unser Unternehmens Motto heißt: