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NEWS - RUNNING Company Toskana Laufcamp 2010


RUNNING Company Toskana Laufcamp 2010

Gemeinsam der Laufleidenschaft frönen und herrlichen

Urlaub genießen


Der aktuelle RUNNING Company Meister Dirk Weske wollte es ganz genau wissen. Die Eindrücke der frühlingshaften Toskana und der erlebnisreichen Stunden mit den vielen anderen Laufbegeisterten waren noch ganz frisch, als er die beiden Teilnehmer Julia (aus Köln) und Tino (aus Pullach) zum Toskana Laufcamp 2010 der RUNNING Company befragte.


Könnt ihr kurz beschreiben, was ein Laufcamp eigentlich ist?
JULIA: Laufbegeisterte Menschen mit unterschiedlichen Niveaus treffen sich an einem schönen Ort, frönen ihrer Leidenschaft und genießen ihren Urlaub gemeinsam.
TINO: Für mich ist es das Zusammentreffen von mehreren Leuten, die gemeinsam unter Anleitung von Trainern trainieren, zusätzliche Informationen erhalten und sich läuferisch verbessern wollen.

RUNNING Company Toskana Laufcamp 2010 Dauerlauf
Was bewegt „alte Lauf-Hasen“ wie euch, an einem Laufcamp teilzunehmen?
JULIA: Aus beruflichen Gründen komme ich derzeit kaum zum Laufen, was mich offen gesagt ziemlich frustet. Aber ich weiß, dass ich das Laufen brauche und es mir sehr gut tut. Darum wollte ich zwei Dinge verbinden und meinen Urlaub nutzen, um mich gleichzeitig zu erholen und mehr zu bewegen.
TINO: Es ging mir vor allem darum, neue Leute kennen zu lernen, denen das Laufen so wichtig ist wie mir, Erfahrungen mit ihnen auszutauschen, in einer ungewohnten Umgebung zu trainieren und auch dem Winter zu entfliehen, also etwas früher in der Wärme laufen zu können.

Wurden euere Erwartungen erfüllt?
TINO: Meine Erwartungen wurden zu 100% erfüllt, zumal ich Wiederholungstäter bin. Ich war schon im letzten Jahr dabei und werde auch künftig dabei sein, solange die Gesundheit mitspielt.
JULIA: Konkrete Erwartungen hatte ich eigentlich nicht. Ich war vor allem gespannt darauf, wie „die Münchner“ mich als einzige Kölnerin aufnehmen, wie die Atmosphäre ist und was mich erwartet. Insofern bin ich von allem positiv überrascht worden und finde, dass das Laufcamp insgesamt sehr gelungen war.

RUNNING Company Toskana Laufcamp 2010 Dauerlauf im Nationalpark


Macht ein Laufcamp an einem so weit entfernten Ort Sinn? Könnte man das nicht auch am Wohnort oder in der näheren Umgebung veranstalten?

JULIA: Das wäre nicht das Gleiche, man würde schon nicht in einem Hotel wohnen. Es geht ja auch darum, Abstand zu haben und sich komplett auf das Laufen zu konzentrieren, also ohne Freunde zu treffen oder doch noch etwas für den Job zu machen oder die Wohnung zu putzen. Also „Rauskommen“ ist sehr wichtig und natürlich ist es viel schöner, in einem Pinienwald zu laufen.

TINO: Nein. Für mich bedeutet ein Laufcamp auch Aktivurlaub und Urlaub ist für mich immer mit einem Ortswechsel verbunden. Man kommt von zu Hause weg, kann die Probleme des Alltags zurücklassen, ist an einem anderen Ort, in einer anderen Umgebung. Das ist etwas ganz anderes als das Training zu Hause.



Ihr habt an fünf von sieben Tagen sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag trainiert, am Abend gab es dann oft noch ein Dehnungs- bzw. Kräftigungsprogramm am Strand. War das nicht ein bisschen viel?
TINO: Für mich nicht. Ich trainiere ohnehin auf einem sehr hohen Level, also ca. sechs Einheiten pro Woche. Da die Trainingseinheiten im Laufcamp eher kurz waren, kam ich am Tag in Summe nie über 22km. So war ich einerseits nicht ausgepowert, hatte auf der anderen Seite aber auch fordernde, intensive Einheiten.
JULIA: Ich habe wegen eines Rückenproblems nur reduziert trainieren können, habe also nicht jede Einheit mitgemacht. Bianca ist da sehr individuell auf meine Bedürfnisse eingegangen. Ich denke, das war auch bei den anderen so. Aber natürlich war ich nach einigen Läufen auch erschöpft. Darum ist es ja gerade gut, dass man Urlaub hat. Es gab also zwischen den Einheiten keinen Stress. Ich konnte ich mich z. B. an den Strand legen, einen Mittagsschlaf machen oder auch einfach nur früher ins Bett gehen.

RUNNING Company Toskana Laufcamp 2010 Strandleben

Wie sieht es mit dem Gruppenzwang im Camp aus? Musste man irgendwie immer mit?
JULIA: Gruppenzwang habe ich nicht gespürt. Es war OK, wenn ich mich an Aktionen beteiligt habe, aber auch, wenn nicht. Ich musste mich z. B. wegen meines Rückens bei Trainings ausklinken oder bin auch allein am Strand gewesen. Das war auch schön für mich und für die anderen OK so. Gleichzeitig fand ich es aber auch schön, dass es irgendwie immer jemanden gab, der etwas machen wollte, wozu ich auch Lust hatte.
TINO: Ich persönlich wäre von Gruppenzwang nicht betroffen: Ich bin ohnehin Vieltrainierer und immer mit dabei, wenn es ans Laufen geht. Allerdings stand es uns frei, an Trainings, Ausflügen etc. teilzunehmen oder nicht. Einige Teilnehmer haben die eine oder andere Einheit ausgelassen, wenn sie z. B. meinten, vom geplanten Programm überfordert zu sein oder einfach lieber regenerieren wollten. Und das war völlig in Ordnung. Und es gab auch fakultative Läufe.

 

Bei 20 Teilnehmern besteht sicher die Gefahr, dass der Einzelne mit seinen Anliegen untergeht. Wie habt ihr die Präsenz der Trainer wahrgenommen?
TINO: Für mich war es kein Problem, dass ich einige Trainingseinheiten auch ohne Trainer absolvierte. Es genügt mir, wenn zumindest andere Läufer/Innen mit dabei sind. Das war immer der Fall. Mit 20 Teilnehmern hatten die Haupttrainerin Bianca und die Co-Trainerin Rahel aber alle Hände voll zu tun.
JULIA: Ich habe die Trainer als sehr präsent wahrgenommen. Sie waren Teil der Gruppe, sehr authentisch und im Wesen total verschieden – im positiven Sinne. Dadurch, dass es zwei Trainer waren, haben sie sich gut aufteilen können. Es war eine sehr gute Mischung aus Betreuung und „Laufen lassen“. Ständige „Überwachung“ wäre auch nervig. Es gab Hinweise und jede Menge Rückmeldungen, sowohl aktiv von Seiten der Trainer als auch auf Nachfrage. Und die Vorträge der Trainer zum Thema Laufen runden den positiven Eindruck ab.

RUNNING Company Toskana Laufcamp 2010 Sonnenuntergang


Gibt es ein konkretes Erlebnis, dass ihr besonders in Erinnerung behalten habt?

JULIA: Sehr schön fand ich den Ausflug an einem Abend nach Castiglione, wo Bianca extra einen Mondaufgang über dem Meer für uns inszeniert hat ;-) und wir danach gemeinsam in einem Weinlokal gemütlich zusammen saßen. Mein schönstes Erlebnis war aber ein ganz spontan organisierter Spieleabend, an dem wir einfach eine sehr schöne Zeit miteinander hatten und viel gelacht haben.
TINO: Im letzten Jahr war es für mich besonders ergreifend, als ich am letzten Morgen allein zum Sonnenaufgang in das nahe Naturschutzgebiet gelaufen bin und das Aufgehen der Sonne fotographisch festhielt. In diesem Jahr habe ich eher ein Potpourri von ganz vielen schönen Einzelerlebnissen in Erinnerung.

 

RUNNING Company Toskana Laufcamp 2010 Julia Materne und Tino Lechner


Zum Abschluss ein kurzes Assoziationsspiel. Bitte reagiert ganz knapp, möglichst mit einem Wort.

Preis-/Leistungsverhältnis: angemessen (J) – in Ordnung (T)
Stimmung: entspannt (J) – permanent gut (T)
Konkurrenz: null (J) – gab es nicht (T)
Muskelkater: am Anfang (J) – hatte ich überhaupt nicht (T)
Stabi-Training: nur mit gesundem Rücken (J) – gut, kommt sonst zu kurz (T)
Frühling: Sonnenschein in Principina (J) - Principina (T)
Dolce Vita: Eiscafe (J) - Italien (T)
Principina 2011: bin dabei, wenn’s zeitlich passt (J) – auf alle Fälle (T)


Danke für das Gespräch und euch Beiden weiter viel Spaß beim und am Laufen!

Das Gespräch führte Dirk Weske
(Teilnehmer im RUNNING Company Toskana Laufcamp 2010)