RUNNING Company @ Facebook

NEWS - RUNNING Company Laufcamp


Toskana, Sonne, Laufen und Meer - Teil 2


Was läuft überhaupt in so einem Laufcamp???
Der Gedanke liegt nahe, dass den ganzen Tag gelaufen wird. Das Laufen ist auch wirklich eine wichtige Zutat, aber nur eine von vielen. Wie es im RUNNING Company Laufcamp läuft und was sonst noch alles zu einer Woche Laufspass gehört, erzählen die Teilnehmer des RUNNING Company Laufcamps 2009 in der Toskana hier selbst.



Ein ganz normaler Tag bei Biancas Laufcamp in der Toskana – Tino aus Pullach, 47 Jahre

Toskana Laufcamp oder die Reise ins Ungewisse – Karin aus Zürich, 37 Jahre




Ein ganz normaler Tag bei Biancas Laufcamp in der Toskana – Tino aus Pullach, 47 Jahre

Nach knapp 9 Stunden Schlaf brauche ich keinen Wecker, der mich brutal aus meinen süßen Träumen reißt. Ganz von alleine werde ich gegen 08:00 Uhr wach, öffne langsam meine Augen, lausche dem morgendlichen Vogelgezwitscher, atme die frische Morgenluft ein, recke und strecke mich ausgiebig in die Länge, und stehe anschließend auf, um mich im Bad frisch zu machen. Dirk, der mit mir das Zimmer teilt, schläft noch fest.

RUNNING Company LaufcampDie Treppenstufen vom oben gelegenen Schlafraum hinunter in den Aufenthaltsraum nebst Küche trapple ich wie ein alter Mann. Täusche ich mich, oder steigt mir da nicht schon ein herrlich aromatischer Kaffeeduft in die Nase? Karin und Christine sind schon fleißig am Werkeln, kochen sich Haferpampe mit Milch und Obst und haben bereits heißes Wasser durch die achteckige Espresso-Kanne gejagt.

Guten Morgen, ihr Lieben, habt ihr auch so gut geschlafen? Aber klar doch! Wir plaudern über den vergangenen Tag, das Lauf-Programm, und was uns heute noch bevor steht. Um 10:00 Uhr steht unsere erste heutige Laufeinheit auf dem Programm. Die Mädels müssen einen 5km-Tempodauerlauf absolvieren, die Jungs haben die doppelte Länge zu bewältigen.

Da Sonja heute Geburtstag hat, starten wir diesen Tag für sie mit einem Happy-Birthday-Song gefolgt von Küsschen und Geknutsche. Nun laufen wir uns langsam und locker knapp 20 Minuten ein. Anschließend werden alle Muskelgruppen intensiv gedehnt. Mit 3 Steigerungen bereiten wir unsere Laufmuskeln noch auf die bevor stehende intensive Belastung vor.

Bianca hat inzwischen die einzelnen Kilometer markiert, damit wir beim Tempolauf unsere Zwischenzeiten kontrollieren können. Wir sollen im Schatten unter Pinienbäumen eine größere Runde um den Campingplatz herum laufen.

Sehr schön können wir die km-Markierungen erkennen, und unsere Laufgeschwindigkeit dementsprechend einrichten. Recht schnell ist der Lauf nach etwa 44 Minuten zu Ende, und wir sind zufrieden mit dem Tempo und dem Verlauf dieser Trainingseinheit. Nun noch lockere 3km auslaufen, ja, das tut den müden Beinen gut und auch das Dehnen danach wird sorgsam durchgeführt.

Im Anschluss an das Training erlebt Sonja eine große Überraschung. Ihr Mann Reinhard, sowie Angelikas Mann Günter, haben während wir anderen gelaufen sind, auf der Terrasse ein sehr schönes Geburtstagsarrangement für sie hergerichtet. Es gibt stilvoll geschmückte Teller mit viel Schokolade, Sonjas Lieblingsspeise, Blümchen und Geburtstagskuchen. Wir stoßen mit Sekt auf Sonja an und stopfen uns mit allerlei Süßem voll.

RUNNING Company Laufcamp
Ich habe es vorhin gewagt, Sonja gegenüber zu erwähnen, dass mich der heutige Tempolauf nicht all zu sehr strapaziert hat, worauf sie mich spontan zu einem Liegestütz-Wettkampf herausfordert, an dem auch Dirk mitmachen soll.

Gleichzeitig starten wir. Eins, zwei, drei, bis 30 ist es einfach, ab 40 wird es hart für mich. Irgendwann bei 50 müssen Dirk und ich aufgeben, und Sonja pumpt noch fleißig weiter – Wahnsinn, die Frau! Eindeutiger Sieg für Sonja, die uns Männern wieder einmal zeigt, wo der Hammer hängt.


Oh, schon ist es 13:00 Uhr, wie doch die Zeit vergeht. Wir gehen zurück zu unserem Appartement, wo uns kurz darauf Bianca besucht, um mit Karin und Christine ausgiebig über ihr 12-Wochen-Trainingsprogramm zu sprechen. Die Zwei wollen sich nämlich intensiv und professionell auf ihren ersten Marathon in New York vorbereiten.

Bereits um 15:45 steht die Nachmittagseinheit auf dem Programm, die für die Jungs lautet: 1:30 Std. Dauerlauf, die Mädels dürfen sich mit 1 Std. begnügen. Diese schöne langsame Einheit, mit Puls unter 130 S/Min., läuft Bianca mit Dirk und mir gemeinsam. Wir suchen uns einen Weg hinaus auf die Felder. Die 4 Steigerungen am Ende des Laufes sind zwar anstrengend, tun aber doch gut.

RUNNING Company Laufcamp
Um 17:30 treffen wir uns am Strand - Fußgymnastik steht auf dem Programm. Wir ziehen unsere Laufschuhe und die Socken aus, und gehen barfuss durch den Sand in Richtung Strand. Wir starten mit einem für mich ungewöhnlichen, weil noch nie zuvor erlebten, Fußgymnastikprogramm. Ich lerne dabei, dass ich meinen Füßen in Zukunft viel mehr Aufmerksamkeit schenken muss.

Nach knapp einer Stunde kehren wir zurück zum Apparatement und schon wartet das Abendessen im Restaurant Albatros auf uns. Heute gibt es Nudeln mit Meeresfrüchten, einem Lachs mit Zucchinigemüse, sowie Erdbeercreme zum Dessert. Nach dem Essen fahren wir zum Nahe gelegenen Ort Castiglione, und spazieren auf den romantisch mit alten Laternen beleuchteten Wegen hinauf auf die Festung.


So findet wieder ein herrlicher Tag in der Toskana einen würdigen Abschluss. Ich sinke kurz nach 23:00 Uhr wieder in mein Bett, schlafe innerhalb von wenigen Minuten fest ein, und träume von vergangenen und zukünftigen Lauftrainingstagen in einem schönen Trainingscamp mit lauter netten Leuten in der Toskana…





Toskana Laufcamp oder die Reise ins Ungewisse – Karin aus Zürich, 37 Jahre

Was erwartet einen im April in einem Laufcamp in der Toscana? Diese Frage habe ich mir im Vorfeld oft gestellt, hab ja noch nie so etwas mitgemacht…

3 Bücher habe ich zum Lesen eingepackt und ich kann jetzt schon verraten, dass ich nicht mal das erste zu Ende gelesen habe.
Ich bin ja davon ausgegangen, dass man morgens ein wenig läuft, ein wenig Gymnastik macht und den Rest des Tages geht jeder seines Weges und da hätte ich ja genug Zeit gehabt zum Lesen und Entspannen. Erholt habe ich mich wunderbar, aber nicht mit Lesen.

RUNNING Company LaufcampFrohen Mutes stiegen Christine und ich am Samstag morgen um 5 Uhr ins Auto und waren recht erfreut, dass hinter dem Gotthard der Frühling auf uns wartete. Die Bäume waren schon grün, die Sonne schien und wir freuten uns wie wahnsinnig auf den Frühling nach diesem endlos langen Winter. Nach gut 8 Stunden Fahrt kamen wir dann in unserem Feriendomizil an und wurden von Bianca erwartet, die uns erst mal die Unterkunft zeigte, die wir die nächste Woche mit Dirk und Tino teilen sollten. Zum Glück Männer, haben wir uns gedacht, die blockieren wenigstens nicht stundenlang das Bad.

Wie gestaltet sich eigentlich so ein Lauftraining, in dem vom Anfänger bis zum Marathonläufer alles dabei, ich konnte es mir immer noch nicht richtig vorstellen.

Uns erwartete ein abwechslungsreiches Programm mit Tempo- und Intervalltraining, Lauftechnik, Gymnastik am Strand und Dauerläufen. Keiner kam zu kurz und jeder wurde berücksichtigt.

Für mich kam dieses Lauftraining genau zur richtigen Zeit. Vor dem Camp hatte ich schon arge Zweifel an unserem Vorhaben, dieses Jahr den New York Marathon zu laufen - die habe ich zwischenzeitlich auch immer wieder - aber jetzt habe ich einen Laufcoach an meiner Seite und 1 Woche Laufspass hinter mir und weiss zumindest theoretisch wie es geht. In dieser Woche habe ich nicht nur "laufen" gelernt, vor allem wahnsinnig nette Menschen habe ich kennen gelernt.

Allen voran Bianca Meyer, unsere Trainerin, die auch mal 3 gerade sein liess und ein gutes Händchen hat, einen zu motivieren. Dann wären da noch Dirk und Tino, unsere "Hausgemeinschaft", Britta, Alex, Rahel, Bijou, Angelika, Günther, Sonja und Reinhard und nicht zu vergessen meine liebe Christine, mit der ich hoffentlich den Zieleinlauf im November im Central Park feiern kann.

Ich kann nur jedem empfehlen, einmal solch ein Laufcamp zu absolvieren.

Danke Bianca für die tolle Organisation und eine Woche Laufspass, immer wieder gern.

P.S. um noch mal auf die Bücher zurückzukommen: nicht dass wir nur trainiert hätten, oft sassen wir einfach nur stundenlang zusammen und haben über Gott die Welt siniert, da blieb nun wirklich keine Zeit zum Lesen.