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NEWS - TUI Marathon Palma de Mallorca 09

 

RUNNING Company ist Europameister

6. TUI Marathon Palma de Mallorca


 
Wenn Fünfe eine Reise tun, kommt auch schon Mal Großes dabei raus. Anne, Beni, Bianca, Bibi und Sebastian waren beim 6. TUI Marathon in Mallorca am Start und räumten richtig ab. Ihre Vorbereitung bestand aus zwei Tagen extreme Chillen am Strand, Beach Sport in allen Variationen und Mallorca Nightlife. Dass unsere Helden dennoch abgeräumt haben zeigt ihre Klasse. Anne Haug gewinnt in Mallorca die 10 km in 37.33 min. Bianca Meyer holt den Sieg im Halbmarathon in 1:23.43 h und das RUNNING Company Trainer Team wird schnellstes Firmenteam in Europa beim TUI Running Award und darf sich fortan Europameister nennen.

 

Impressionen TUI Marathon Palma de Mallorca 2009


Nach ihrem Sieg beim B2Run Firmenlauf in München im Juli stand für die Trainer der RUNNING Company um Bianca Meyer die Reise auf die Balearen an.

Am 16. Oktober verabschiedete sich das Team bestehend aus Anne Haug, Benjamin Lenk, Bianca (Bibi) Höft, Sebastian Heger, und ihrer schnellen Chefin Bianca Meyer, die noch eine Woche zuvor einen hervorragenden 2. Platz beim München Marathon feierte, aus dem winterlichen Deutschland.

Es wartete die Sonne Spaniens auf sie und ein großes Event, der 6. TUI Marathon Palma de Mallorca.
Die Mission war klar – ein Sieg musste her, oder?!

"Eine gute Vorbereitung sieht wahrlich anderes aus. Wir hätten eigentlich in weißen Shirts mit rotem Kreuz starten müssen. Unser Basti hatte mehr als zehn Wochen keine Laufschuhe mehr gesehen. Ich, die Bibi, kürzlich noch mit Borreliose geplagt, strotzte zwar vor Motivation, mein Training in den letzten Wochen musste ich jedoch aufgrund des Zeckenbisses stark einschränken. Und Benjamin Lenk, als erfolgreicher Triathlet blickte er auf eine sehr lange und Kräfte zehrende Saison zurück.

Und was würden wohl die Beine von Bianca sagen? Binnen einer Woche nach einem Marathon noch einen kleinen Halbmarathon??? Ein Luftsprung war nicht zu erwarten, dazu hatten die 42 km ihre Spuren zu sehr hinterlassen, aber würde sie tatsächlich noch einmal an den Start gehen?

Last but not least, Anne Haug, gerade  einen sensationellen 5. Platz bei der Duathlon WM in den USA errungen ist ihre Saison bereits seit drei Wochen beendet. So entschied sich Anne sofort gegen die 21 km und suchte ihr Glück auf den 10 km.

Fakt war, ein Team aus je zwei Frauen und zwei Männern auf der Halbmarathon Distanz waren nötig, um den Running Award zu gewinnen und Europameister der Firmen zu werden.

Aber würde Basti mit seiner Verletzung überhaupt antreten können?
Oder relaxen wir Fünf einfach bei strahlendem Sonnenschein, trinken aus langen Strohhalmen Sangria und lassen uns von Onkel Jürgen Drews besingen?

Zugegeben, die Verlockung war sehr groß und dennoch hat es sehr lange gedauert bis es klar war – bis  22.40 Uhr des Vorwettkampftages um genau zu sein. Nach einem Testlauf von Basti und Bianca war die Entscheidung gefallen - Wir starten! Der Reiz, den Cup zu holen war einfach größer als jeder Muskelschmerz und die Mission Mallorca ging weiter.

Die Befürchtung, einer vom RUNNUNG Company Team könnte das Ziel nicht erreichen, blieb bis zum Schluss. Basti entschied, sollte er aus Verletzungsgründen nicht durchkommen, steigt er entweder an der 3km-Marke aus oder gar nicht – eisenhart.

In aller Frühe schien der Mond noch auf Ballermann und Schinkenstraße und wir stiegen in den Marathon Shuttlebus um pünktlich um 9.00 Uhr neben 2885 anderen Laufverrückten aus 56 Nationen an der Startlinie zu stehen. Insgesamt erzielte die Veranstaltung einen neuen Teilnehmerrekord mit 7345 Rennbegeisterten.

Der als „schönster Inselmarathon der Welt“ geltende Lauf startete bei Nieselregen und 15° C. Er führte die ersten 10 km auf einer Wendestrecke Richtung Hafen und wieder zurück in die Altstadt von Palma, wo es dann nicht nur kurviger und hügeliger wurde, sondern auch rutschiger aufgrund von immer wiederkehrendem Kopfsteinpflaster und glattem Asphalt.

Es vergingen Sekunden, sogar Minuten und ich konnte meine Teammitglieder auf der Wendestrecke alle sehen. Ich registrierte auch den Basti bei KM 6; na also, geht doch. Er war verflixt weit vorn! Zu dem Thema später mehr…

Auch Benni und Bianca lagen richtig gut im Rennen. Ach, und dann war da noch ich, aber auch bei mir lief es prima. Wenn wir eines in so vielen Läuferjahren gelernt haben sollten, dann ist es die Renneinteilung. So eine lange Distanz wird nicht auf den ersten 10 km entschieden – nein, hinten wird abgerechnet.

Die Regenwolken verdichteten sich zunehmend, aber ein Platzregen blieb glücklicherweise aus. Die Ordner waren bemüht uns das Tempo etwas aus den Segeln zu nehmen, als es um die engen Kurven ging.

Und allmählich kam sogar ein bisschen die Sonne raus. Doch was war das bei KM 18? Nein, ich meine nicht den um die Ecke biegenden Spanischen Cowboy mit Indianer – es war Basti. Er feuerte mich an und ich war verwirrt. War er bereits im Ziel und kam so schnell zurück an die Strecke gerannt?
Ein paar hundert Meter vor dem Ziel schrie mich Bianca noch mal an einigen Läufern vorbei. Geschafft, aber alle anderen auch?

Und wie!
Nachdem Anne Haug kurz vor dem Einlauf von Bianca die 10 km in souveränen 37.33 min. gewann, stürmte Bianca als Erste des Halbmarathons über die Ziellinie. 1:23.43 h – ganz toll! Und was sagen die Beine, Frau Meyer?

Benjamin Lenk war sogar noch ein paar Minuten schneller und führte das Team in starken 1:20.37 h an. Dann lief ich mit neuer persönlichen Bestleistungen in 1:33.20 h ein und Ende gut, alles gut, kam Basti in 1:35.46 h ins Ziel!

Was war da los Basti? „Entweder ich renne ein Rennen ganz oder gar nicht!“ Da war der Anfang wohl doch etwas flott mit 38 min. auf den ersten 10 km?! „Ab KM 12 kam der Mann mit dem Hammer; das ist wohl der, von dem die Marathonläufer immer sprechen. Bei KM 15 musste unser Basti sogar eine „Fresspause“ einlegen, weil so gar nichts mehr ging und ab KM 18 ging es nur noch gehend für ihn weiter. Aber Basti hat sich durchgekämpft und das RUNNING Company Team wurde dafür mit dem TUI Running Award ausgezeichnet.

Vor der wunderschönen Kulisse der Kathedrale la Seu fanden auf einer Wasser-Bühne die Siegerehrungen statt. Die Ausbeute?

5 RUNNING Company Starter, 3 Siege und alle auf dem Siegerpodest und…
... ab sofort dürfen wir uns EUROPAMEISTER DER FIRMEN nennen.

Und wenn die Trainer schon so erfolgreich sind, dann werdet ihr es auch! Denn wieso sollten bei solch exzellenten Trainern keine super Athleten heranwachsen?
Wir freuen uns jetzt auf die sportlichen Herausforderungen mit euch und wünschen allen einen guten Start in die Wintersaison.

Noch ein Nachtrag – die Wassertemperatur des Mittelmeers betrug 21°C, es war ein echter Genuss.

Danke an meine Kolleginnen und Kollegen und Bianca. So eine laufverrückte und erfolgreiche Firma mit zu gestalten macht sehr viel Freude!
Weiter so!"

Start running and never stop.

Eure Bibi